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Kapitel B

Teil 3

Die archäologische Erforschung der Feddersen Wierde

Die soziale Struktur

Kann man an Hand der archäologischen Funde auf die soziale Struktur der Siedlungen schließen? Die Archäologen nähmen an, auf Grund der Häusergrößen, dass es in den verschiedenen Siedlungsschichten auch unterschiedliche soziale Strukturen gab.Die älteste SiedlungsschichtDa es in der untersten und somit ältesten Siedlungsschicht bei der Häusergröße und Typ keine gravierenden Unterschiede gab vermutet man,dass es eine gleichberechtigte Dorf-Geselschaft war.

Den Begriff gleichberechtigt darf man nicht mit dem gleichsetzen was wir heute unter gleichberechtigt verstehen.

Die Dorfgesellschaft war wie folgt zusammengesetzt.1. Auf der Warft lebten eine bestimmte Anzahl Bauernfamilien. Diese hatten das gleiche Recht. Vermutlich gehörten sie überwiegend zu einer Sippe.

FeddersenwierdeDie gesellschaftliche Struktur und der Glaube

2. In den Bauernfamilien lebten vermutlich Sklaven. In der Zeit war das überall (bei den Römern und bei den Germanen sowie allen anderen Völkern) üblich.

3. Die Dorf b.z.w. Sippengemeinschaft hatte vermutlich einen Clanchef. Dieser hatte bei Streitereien zwischen den Parteien zu schlichten. Außerdem hatte er nach außenhin die Gemeinschaft zu representieren. Macht über die anderen Familien hatte er nicht

In den oberen Siedlungsschichten

In den oberen Siedlungsschichten gibt es bezüglich der Gebäude große Unterschiede.a. Es gab Bauernhäuser mit Viehboxen,b. Handwerkerhäuser, diese waren kleiner als die Bauernhäuser. c. Es gab große Gebäude in deren Hofanlagen offensichtlich Metall bearbeitet wurde.d. Es gab große Gebäude deren Nutzung nicht genau festgestellt werden konnte. Die Archäologen vermuten, dass es sich um ein Versammlungshaus oder um ein der Religeon gewittmetes Haus handelt. Es kann aber auch ein Warenlager gewesen sein .In dem Gebäude gab es keine Viehboxen.

Bildung einer Elite

Auf Grund der unterschiedlichen Gebäudegrößen und Typen gehen dieArchäologen davon aus, dass in den 4 Jahrhunderten seit Bestehen der Warft sich die Dorfgemeinschaftvon einer gleichberechtigten Gesellsschaft zu einer herachischen entwickelt hat.Das bedeutet es gab neben den "Freien" die "Minderfreien" und die "Unfreien".Angeführt wurde diese Dorfgemeinschaft vermutlich von einem Großgrundbesitzer oder einem Anführer von niedrigem Adel.

Allgemeiner Hinweis auf die Sozialstruktur der germanischen Völker

Die Bezeichnung "Germanen" für die Völker nördlich der Alpen stammt von den Römern.In wirklichkeit gab es kein einheitliches Volk mit Namen Germanen (Germania).Das was diesen Völkern gemein war, war ihe Glaube und ihr Rechtsverständnis und die Sprachverwandschaft.Im Gegensatz zu den Römern hatten die Adeligen, zu Beginn unserer Zeitrechnung, bei den Germanischen Völkern keine großen Privelegien.Bei besonderen Anlässen wie z.B. Vorbereitung für einen Krieg oder eine Verhandlungsdeligation zur Verhandlung mit anderen Völkern,wählten die "Freien" unter den Adeligen einen "Herzog". Dieser hatte dann das Komando über das Heer oder die Führung bei den Verhandlungen.Den "Freien" oblag auch die Rechtssprechung.

Die vorgenannten Wahlen und die Rechtssprechung erfolgte auf "Thingplätzen"Wer die Denkweise der Germanen verstehen will muß sich mit ihrer Rechtssprechung und ihrem Glauben befassen.Ein Beispiel für die Rechtssprechung: Ein Germane tötet im Steit einen Mann. Das Urteil wird lauten: Der Angeklagte muß für den Schaden aufkommen. Das bedeutet er muß den Verlust den die Familie durch den Tod des Mannes erleidet ersetzen. Im Klartext er muß den Wirtschaftlichen Verlust den die Familie durch den Tod des Mannes hat bezahlen . Das kann der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ruin für den Angeklagten bedeuten. Aus einem "Freien" kann ein "Halbfreier" werden.

Der Glaube der Germanen hatte als Grundprinzip: Alles ist besehlt.Das heist jeder Stein oder Baum konnte mit Göttern oder anderen Himmelswesen wie Riesen, Zwerge, Fehen, götliche Tiere u.s.w.in Verbindung stehen.Die Götter hatten alle sehr menschliche Züge und sie konnten auch sterben aber am Ende wurden sie durch einen Gott wieder erweckt.In den Göttern und ihren Handlungen kann man die Natur (Gewitter, Sturm) und die Jahreszeiten Frühling und Winter wiedererkennen.

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