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Kapitel B

Teil3

Die archäologische Erforschung der Feddersen Wierde

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Wie sahen die Häuser aus

An Hand der ausgegrabenen Häuserreste lassen sich die Häuser sehr gut rekonstruieren.Die Häuser der einzelnen Siedlungshorizonte wurden mit geringenAbweichungen im gleichen Baustiel errichtet.BaustilSie sind alle im dreischiffigen Hallenhausstiel errichtet.Dieser Baustil wird seit der Eisenzeit in Norddeutschland praktiziert und besteht in abgewandelter Form bis in unsere Zeit (1900).Statische GrundkonstrutionDie Grundkonstruktion der Häuser beststand aus zwei mittleren Pfostenreihen die den größten Teil der Dachkonstruktion trug.

Die Wände bestanden aus Pfostenreihen mit verputztem Flechtwerk. und waren sehr niedrig gehalten damit sie nicht dem Regen ausgesetzt waren.

Äußere Wände

Dach

Das Dach war ein Sattel b.z.w. Walmdach.Auf den Ständern (Pfostenreihe) lag eine Fette, auf dieser lagen quer die Balken.Auf den Fetten lagerten die Sparren und wurden verlängert bis auf die Wandpfostenreihe.Die Dachdeckung bestand aus Schilf.

Nutzung

Das Gebäude war in einen Wirtschaft und Stallteil sowie einen Wohnteil unterteilt.Der Stallteil war in Viehboxen aufgeteil.Im Wohntrakt befand sich eine Feuerstelle.

Die Feddersenwierde wie lebten die Siedler

Gebäudegröße

Die Gebäude waren ca. 28m lang und 7,50m breit.Neben den bäuerlichen langhäusern gab es noch Speicher und Handwerkerhäuser.Das Baumaterial bestand zum größten Teil aus Eichenholz.Die Häuser waren so gruppiert, dass sie einen freien Platz umschlossen.

Wovon lebten die Marschenbewohner

An Hand der Funde, aus der Ausgrabung der Feddersen Wierde kann man nachweisen, dass die Menschen in erster Linie von der Viehwirtschaft lebten.An den Knochenresten die gefunden wurden, wurde festgestellt, dass die Bewohner der Warft auch dem Fischfang und der Jagt nachgingen.

Neben der Viehhaltung betrieben die Bewohner auch Ackerbau.Es wurde Gerste, Emmer, Hirse, Feldbohnen, Leinsamen, Hafer und noch einige andere Feldpflanzen angebaut. Reste dieser Pflanzen wurden auf der Feddersen Wierde gefunden.Man fand Anlagen für die Röstung von Gerste.

Viehwirtschaft

Ackerbau

Handwerk

In der Nähe der kleineren Häuser wurden Horn und Knochen entdeckt. Diese lagen zur Bearbeitung bereit und waren teilweise schon bearbeitet.Hier wurden offensichtlich handwerkliche Arbeiten ausgeführt.Man fand auch Werkzeug welches für die Bearbeitung von Fellen (Leder) geeignet war.Desweiteren wurde halbfertige Drechslerware gefunden.

Metallbearbeitung

In einem der größeren Gebäude wurden auf dem dazu gehörigen, eingezäunten Hof Schlackenreste von Metall und Bronze gefunden.Offenbar wurde hier Metall verhüttet (hergestellt).

Schifffahrt

Am Rande der Warft wurde ein Anlegesteg freigelegt und es wurden Reste eines Bootes gefunden.Für die Fischerei benötigten die Bewohner nicht unbedingt ein Boot man konnte im Wattenmeer auch ohne Boote auf Fischfang gehen.Die Boote wurden wohl für den Transport von Waren benötigt.Vieleicht beteiligten sich die Wurster aber auch an den Raubzügen wie sie von den Römern beschrieben wurden.

Handel

Bei den Ausgrabungen wurden römische Waren entdeckt, wie zum Beispiel Gewandfibeln aber auch andere Metallwaren aus römischer oder gallischer Produktion.Als Einzelstücke kamen auch keltische Glasperlen ans Tageslicht.Wie waren diese Waren in das Land Wursten gekommen?Es gibt zwei mögliche Wege wie diese Waren ins Land gekommen sind.Erstens durch den Fernhandel.Die Handelsposten Heidenstadt und Heidenschanze lagen in der Nähe. Wie von den Römern bestätigt verfügten die Chauken b.z.w. die Sachsen über seetüchtige Schiffe die sicherlich nicht nur für Kriegzüge eingesetzt wurden, sondern auch für Handelsfahrten bis hin zu römischen Städten am Rhein.

Zweitens durch Söldner

Es ist bekannt das viele Germanische Männer als Soldaten in römischen Diensten standen.Es ging sogar soweit das einige römische Kaiser in ihrer Leibgarde nur Germanen hatten, da diese nicht für die Intriegen, die in Rom an der Tagesordnung war, anfällig waren.

Handelsposten

In diesem Zusammenhang erhalten die an den Wasserzuwegungen zu den Handelsposten liegenden Warften, hier die Wurt Feddersenwierde, eine wichtige Bedeutung als Hafen für die Kriegs und Handelsschiffe. Es können Vorposten für die Heidenschanze gewesen sein.Wenn dieses zutrifft bekommen die in den oberen Siedlungsschichten gefundenen großen Gebäude eine ganz profane Bedeutung.Sie waren dann Lagergebäude für Handelswaren.Die Archäologen gehen bisher davon aus es handele sich um ein Gebäude für einen Prister oder ein Versammelungshaus. Drer Grund für diese Annahme ist ein in der Nähe gefundenes Pferdeopfer.Schwellenopfer waren bei den germanischen Völkern auch bei normalen Gebäuden üblich und es ist vorstellbar das ein reicher Kaufmann ein größeres Tieropfer dargebracht hatt.

War die Feddersenwierde ein wichtiger Hafen?

Die seit etwa Christi Geburt bestehenden Handelsposten Heidenstadt und Heidenschanze im Bereich des Geestrücken bei Sievern lassen den Schluß zu, dass hier hochseetaugliche Schiffe stationiert waren.Da die Handelsposten befestigt waren muß hier etwas wichtiges gewesen sein.Was kann dies gewesen sein?1. Es lagerte hier wertvolle Handelsware. Die geschützt werden mußte.2. Es war hier eine wichtige Flotte stationiert die verteidigt werden mußte.

Laut römischen Quellen verfügten die Chauken b.z.w. die Sachsen über ausreichend seetüchtige Schiffe. Diese müßen im Bereich der heutigen niedersächsischen Küste ihre Basishäfen gehabt haben.Da es zu der Zeit keine Städte in diesem Bereich gab müßen also kleinere Häfen als Basishäfen für kriegstaugliche Schiffe gedient haben.Hier bekommen die befestigten Handelsposten Heidenschanze und Heidenstadt eine ganz andere Priorität.Sie waren als Basishäfen für Handels und Kriegsschiffe bestens geeignet.

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GeschichteÜbersicht

Die Frühgeschichte der Marsch bei Wremen

Feddersenwierde wer waren die ersten Siedler

Feddersenwierde die gesellschaftliche Struktur und der Glaube

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QuellennachweisSeite B3die Frühgeschichte der Marsch

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